Vorworte

Ulrike Oberhammer, Präsidentin

Gewalt gegen Frauen – physisch, sexualisiert, digital – betrifft global jede dritte Frau, getrieben von Machtungleichheit, toxischen Rollenbildern und gesellschaftlichem Schweigen. Lösungen brauchen schärfere Gesetze und eine Kultur des Hinsehens: Aufklärung, Schutzräume, opferorientierte Justiz. Strukturelle Barrieren zementieren Ungleichheit – Gender Pay Gap, unbezahlte Care-Arbeit, Unterrepräsentanz in Führungsetagen. Schlüssel zum Wandel: Lohntransparenz, gerechtere Elternzeit, Quoten, die Machtstrukturen aufbrechen.

Vorbilder wie Amalia Fleischer oder lokale Aktivistinnen zeigen, dass Grenzen überwindbar sind. Medien und Bildung müssen vielfältige Frauenbilder sichtbar machen, um Selbstwirksamkeit zu stärken. Gleichberechtigung ist kollektiver Auftrag: Politik und Wirtschaft müssen Rahmen setzen, doch jede*r kann handeln – durch Alltagssensibilisie­rung, Unterstützung Betroffener oder eigenes Vorbild. Gerechtigkeit ist kein Ziel, sondern ein Prozess, der tägliches Engagement fordert. Die Frauenrechtsgeschichte schreibt sich weiter– mit Mut, Solidarität und der Erkenntnis: Stillstand ist Rückschritt.

Vorworte

Arno Kompatscher, Landeshauptmann

Gesetze bilden das Fundament unserer Gesellschaft – sie schützen individuelle Rechte, können aber auch ausschließend wirken. Im Laufe der Geschichte gab es immer wieder Menschen, welche die zu ihrer Zeit geltenden gesellschaftlichen und rechtlichen Grenzen hinterfragten und sich für mehr Gerechtigkeit und Chancengleichheit einsetzten. Eine von ihnen war Amalia Fleischer: 1935 durchbrach sie eine gläserne Decke und wurde als erste Frau in das Berufsalbum für Advokaten aufgenommen – ein Meilenstein in einer konservativ geprägten juristischen Welt.

I diritti delle donne sono diritti umani. Eppure, in molte parti del mondo, le donne continuano a subire violenze di genere, discriminazioni o non possono decidere liberamente del proprio corpo. Una de chësta persones ie stata Amalia Fleischer: tl 1935 àla superà n rëm y ie unida tëuta su coche prima ëila tl orden prufesciunel di aucac – n gran travert te n mond scialdi cunservatif.

Die aktuelle Ausgabe der ERES beleuchtet vielfältige Aspekte des Themas (Frauen-)Rechte und lädt dazu ein, sich kritisch und bewusst damit auseinanderzusetzen.