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Commissione Europea valuta fondo per l'accesso all'aborto sicuro

// Lorena Palanga //
Commissione Europea valuta fondo per l’accesso all’aborto sicuro © Jc Gellidon - unsplash
Il 3 ottobre la Commissione Europea ha annunciato l'intenzione di esaminare la proposta di istituire un fondo per garantire alle donne l'accesso all'aborto sicuro in paesi con leggi restrittive. Questa iniziativa nasce a seguito di una campagna dei cittadini che ha raccolto oltre un milione di firme in tutta l'Unione Europea. La proposta mira a sostenere le donne che, a causa di normative nazionali limitative, non possono accedere ai servizi di interruzione volontaria di gravidanza nel proprio paese. Il fondo potrebbe coprire spese per viaggi, alloggio e assistenza sanitaria in stati membri dove l'aborto è legale e accessibile. L'iniziativa ha suscitato reazioni contrastanti: sostenitori evidenziano l'importanza di garantire i diritti riproduttivi delle donne, mentre i critici sollevano preoccupazioni riguardo all'ingerenza nelle politiche sanitarie nazionali. La Commissione ha dichiarato che avvierà consultazioni con gli Stati membri e le organizzazioni della società civile per valutare la fattibilità e l'impatto di tale misura.

Traces

Das Schweigen brechen für uns alle

// Heidi Ulm //
ëres hat bereits wiederholt über die qualitative Studie „Traces“ (TRAnsgenerational ConsEquences of Sexual violence) berichtet, die sich mit der Frage beschäftigt, wie sex­ualisierte Gewalterfahrungen über Generationen hinweg weiterwirken. Nun liegen die Ergebnisse vor.
© freepik
Über drei Jahre lang haben die Studienleiterinnen Interviews mit Frauen aus dem Vinschgau geführt, die selbst oder aber deren Mütter oder Großmütter sexualisierte Gewalt erfahren haben. „Traces“ wollte damit verdeutlichen, dass unverarbeitete Gewalterfahrungen über Generationen weiterwirken können. Menschen, die in von sexualisierter Gewalt geprägten Umfeldern aufwachsen und/oder selbst sexualisierte Gewalt erleben, tragen diese Erfahrungen weiter – mit Langzeitfolgen wie Ängste oder Schlafstörungen über Jahrzehnte hinweg.

Generationen im Wandel?
„Traces“ wollte dabei auch die Veränderungen und Kontinuitäten über die Generationen hinweg analysieren. Die Sexualität der ältesten Generation (geboren 1919 – 1949) war von Schuld- und Schamgefühlen geprägt, stark beeinflusst durch die Kirche. Der Ehemann hatte die sexuelle Verfügbarkeit über die Ehefrau, Vergewaltigungen innerhalb der Ehe konnten erst ab 1996 angezeigt werden. In der mittleren Generation (1950 – 1980) entstanden mit der zweiten Frauenbewegung erstmals Beratungsstellen und ein öffentlicher Diskurs über geschlechtsspezifische Gewalt. Währenddessen zeigt sich in der jüngsten Generation (1981 – 2007) sexualisierte Gewalt in neuen Formen, auch online.


Die Studie zeigt deutlich das Phänomen „silent complicity“ auf. Alle wissen von der Gewalt, doch niemand spricht darüber. Dieses Schweigen schützt und bestärkt die Täter. Gleichzeitig gibt es aber auch positive Veränderungen: Im Laufe der Generationen nimmt die Solidarität unter Frauen zu. Es gibt mehr Fachdienste und Betroffene, die Gewaltformen klar benennen und über ihre Erfahrungen sprechen. Diese positiven Entwicklungen gilt es zu fördern und Verantwortung für bestehende Lücken zu übernehmen.

Wissen in die Gesellschaft tragen
In der Wanderausstellung „Meine Oma, meine Mutter und ich – Spuren sexualisierter Gewalt in Südtirol“ im Frauenmuseum Meran werden die Studienergebnisse präsentiert. Das Forum Prävention hat ein umfangreiches Konzept zur Prävention sexualisierter Gewalt entwickelt, das über die Studie hinaus in Südtirol umgesetzt wird. Damit eröffnet Traces auch Wege für Prävention und Sensibilisierung, um das Schweigen zu brechen. Ein Ziel, dem sich auch die Studie „Sexualisierte Gewalt in Südtirol unter Berücksichtigung der drei Sprachgruppen“ der Universität Innsbruck verschrieben hat, die nach der Vorstellung der ersten Zwischenergebnisse noch läuft.
Die Studie „Traces“ wurde von der Universität Trient unter Leitung von Prof.in Barbara Poggio, von Dr. Andrea Fleckinger und Daniela Gruber in Zusammenarbeit mit dem Forum Prävention, der Frauenrechtsorganisation medica mondiale und dem Frauenmuseum Meran durchgeführt und von der Autonomen Provinz Bozen und der Stiftung Südtiroler Sparkasse finanziert.
Am 17. November 2025 wurden die Ergebnisse der Forschung und das Präventionskonzept vorgestellt. Ein Fact-Sheet fasst die wichtigsten Erkenntnisse zusammen.