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Instrumente gegen die Stigmatisierung
// Jenny Cazzola | Centaurus //
Jahrzehntelang waren HIV und AIDS das Gesundheitsthema der LGBTQIA+ Community. Auch in Südtirol gibt es einen Verein, der sich für die Vorsorge und Aufklärung zu diesem Thema einsetzt.

Das Team von Pro Positiv (vl.): Roberto Vincenzi, Annalisa Pasqualotto und Arianna Miriam Fiumefreddo © privat
Wenn es um Gesundheit und die LGBTQIA+ Community geht, fallen schnell die Begriffe HIV und AIDS. Doch „HIV geht alle Menschen etwas an, da die Übertragung durch spezifische Verhaltensweisen erfolgt und nicht durch die Zugehörigkeit zu bestimmten sozialen Gruppen. Daher ist es extrem wichtig zu wissen, welche Verhaltensweisen tatsächlich ein Risiko darstellen, in jeder Situation und mit jeder Person, deren Serostatus man nicht kennt“, betont Annalisa Pasqualotto. Sie ist seit über 20 Jahren für den Verein Pro Positiv Südtiroler AIDS-HILFE tätig. „Der Verein wurde 1993 als Teil der nationalen Organisation LILA gegründet und im Jahr 2001 unter dem Namen Pro Positiv Südtiroler AIDS-HILFE zu einem eigenständigen regionalen Verein umgewandelt. Es ist eine ehrenamtliche Organisation, die ursprünglich von Menschen gegründet wurde, die selbst von HIV/AIDS betroffen waren. Sie wollten sich zusammenschließen, um das soziale Stigma zu bekämpfen, ihre Rechte zu verteidigen und sich gegenseitig zu unterstützen“, erzählt sie.
Schnelltests
Der Verein habe sich seit seiner Gründung stark verändert, berichtet Pasqualotto weiter, vor allem dank des Fortschritts sowie der sozialen und kulturellen Entwicklungen im Zusammenhang mit HIV. „In den 90-er Jahren war die Sterblichkeit weitaus höher, ebenso wie die Stigmatisierung der Betroffenen. Das Aufkommen antiretroviraler Therapien hat die Lebensbedingungen grundlegend verändert, vorausgesetzt, die Infektion wird frühzeitig erkannt und behandelt. Daraus ergab sich auch die große Bedeutung der Fast Tests, die unsere Gründerin Antonella Diano im Jahr 2012 einführte.“
Das sind Schnelltests, die auch außerhalb eines Krankenhauses gemacht werden können. Pro Positiv bietet diese Tests, neben anderen Services, an: „Nach telefonischer oder schriftlicher Voranmeldung können an unserem Sitz in der Baristraße 14/C anonyme und kostenlose Schnelltests für HIV, Hepatitis B und C und Syphilis durchgeführt werden. Diese Tests sehen auch eine persönliche Beratung vor. Zudem bieten wir Menschen mit HIV und deren Angehörigen psychologische und rechtliche Unterstützung an, um die Lebensqualität zu verbessern und ihre Rechte zu gewährleisten. Ein wesentlicher Teil unserer Arbeit richtet sich an junge Menschen: In Schulen und Jugendzentren klären wir über HIV/AIDS und die Bedeutung von Safer Sex auf. Wir engagieren uns zudem in lokalen Kampagnen gegen Vorurteile und Diskriminierung. Dabei arbeiten wir eng mit dem Südtiroler Sanitätsbetrieb, anderen Vereinen und Fachorganisationen zusammen.“
Schnelltests
Der Verein habe sich seit seiner Gründung stark verändert, berichtet Pasqualotto weiter, vor allem dank des Fortschritts sowie der sozialen und kulturellen Entwicklungen im Zusammenhang mit HIV. „In den 90-er Jahren war die Sterblichkeit weitaus höher, ebenso wie die Stigmatisierung der Betroffenen. Das Aufkommen antiretroviraler Therapien hat die Lebensbedingungen grundlegend verändert, vorausgesetzt, die Infektion wird frühzeitig erkannt und behandelt. Daraus ergab sich auch die große Bedeutung der Fast Tests, die unsere Gründerin Antonella Diano im Jahr 2012 einführte.“
Das sind Schnelltests, die auch außerhalb eines Krankenhauses gemacht werden können. Pro Positiv bietet diese Tests, neben anderen Services, an: „Nach telefonischer oder schriftlicher Voranmeldung können an unserem Sitz in der Baristraße 14/C anonyme und kostenlose Schnelltests für HIV, Hepatitis B und C und Syphilis durchgeführt werden. Diese Tests sehen auch eine persönliche Beratung vor. Zudem bieten wir Menschen mit HIV und deren Angehörigen psychologische und rechtliche Unterstützung an, um die Lebensqualität zu verbessern und ihre Rechte zu gewährleisten. Ein wesentlicher Teil unserer Arbeit richtet sich an junge Menschen: In Schulen und Jugendzentren klären wir über HIV/AIDS und die Bedeutung von Safer Sex auf. Wir engagieren uns zudem in lokalen Kampagnen gegen Vorurteile und Diskriminierung. Dabei arbeiten wir eng mit dem Südtiroler Sanitätsbetrieb, anderen Vereinen und Fachorganisationen zusammen.“


